Zimtöl – feurige Geborgenheit

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Zimtstangen die für die Herstellung von Zimtöl verwendet werden. Das ätherisches Öl von Zimt wird aus der Ringe gewonnen.

Zimtschnecken ein Wohlgenuss …

Wenn ich an Zimtschnecken denke, dann läuft mir das Wasser im Mund zusammen und eine meiner besonderen Kindheitserinnerungen wird wachgerufen.

Meine Eltern waren erkrankt und ich war deswegen bei meiner Großmutter väterlicherseits. Sie war schon sehr alt. Eine vom Leben gezeichnete einfache Frau mit immer zittrigen Händen. Draußen war es tief winterlich und verschneit. In der alten Stube war es warm. Der Zusatzherd war geheizt und meine Oma meinte: „Barbara, wir machen uns jetzt die Gemütlichkeitsrolle.“ In einer riesigen Schüssel wurde von uns beiden Germteig vorbereitet. Ich durfte Orangenschalen in den Teig reiben. Was für ein duftender Genuss. Doch irgendwann kam das Beste. In den ausgerollten Teig wurde dieses Zucker-Zimt-Gemenge aufgestreut und bevor es gerollt wurde, kam das Besondere Etwas dazu: Oma hat aus getrockneten Datteln kleine Sternchen ausgestochen. Diese wurden am Beginn der Teigrolle aufgelegt und mit eingerollt. Die Rolle wurde in Scheiben geschnitten, aufs Blech gelegt und in den Holzbackofen geschoben. Es duftete so intensiv nach Zimt. Es war einfach wunderbar. Ich konnte es kaum erwarten, dass ich diese Zimtschnecke noch warm essen durfte. Um die Wartezeit zu verkürzen, setzte mich Oma auf ihren Schoss und erzählte mir die Geschichte, warum die Sterne im Zentrum der Schnecke sein sollten. Kein Haus sollte jemals leer sein, auch kein Schneckenhaus… Am Ende der Geschichte sagte sie: „Wann immer du dich allein fühlst, hole dir die Sterne vom Himmel, backe dir deine Gemütlichkeitsrolle und du wirst dich nicht mehr allein fühlen.“ Dann holte sie die Zimtschnecken aus dem Backofen und ich durfte gleich eine warm essen …

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Die Pflanze

Der bis zu zwölf Meter hochwachsende immergrüne Baum gehört zu den Lorbeergewächsen. Seine jungen Blätter leuchten rot und verändern ihre Farbe nach und nach bis ins Dunkelgrüne.

Was ist Zimtrinde?

Die Rinde des Zimtbaums (cinnamomum ceylanicum, syn. Cinnamomum verum) ist seit dem Altertum eines der begehrtesten Gewürze. Vor allem in der arabischen und indischen Aromaküche gehört Zimt in viele für diese Regionen typischen Gewürzmischungen. Um die bekannten Zimtstangen zu gewinnen, werden die äußeren Schichten des Zimtbaumes direkt nach der viermonatigen Regenzeit geerntet. Anschließend wird die Rinde in der Sonne zum Trocknen ausgelegt und diese rollt sich selbständig beidseitig ein. Für eine erstklassige Qualität sollte die Rinde sehr dünn abgetragen werden. Je dünner diese ist, desto feiner ist auch das Aroma.

Es gibt weit über zweihundertfünfzig verschiedene Zimtbaumarten. Aus mindestens fünf Zimtarten werden Zimtöle gewonnen. Der bekannteste Zimtbaum ist der Ceylon-Zimt. Er wird auch als der „Echte Zimt“ oder „Canehl“ bezeichnet. Eine weitere bereits aus der Antike sehr bekannte Zimtart ist Cassia, besser bekannt unter Mutterzimt oder chinesischer Zimt.

Herstellung

Zimtöle können aus Blättern wie auch der Rinde des Zimtbaumes mittels Wasserdampfdestillation gewonnen werden. Die Inhaltstoffe beider Öle und somit auch die Wirkungen sind sehr unterschiedlich. Für das begehrte ätherische Öl aus Zimtstangen werden in etwa einhundertfünfzig Kilogramm dieser benötigt, um ein Kilogramm Zimtöl zu erhalten. Für die Herstellung von Zimtöl aus Blättern werden lediglich sechzig Kilogramm Blätter benötigt. Dieses klare, herb-würzig duftende ätherische Öl ist in der Wirkung ähnlich dem Nelkenblätteröl und zudem viel günstiger als das aus der Zimtrinde gewonnene Öl. Der botanische Name Cinnamomum ceylanicum oder cinnamomum verum hilft nicht den Unterschied des Pflanzenteils zu erkennen. Ätherische Öle, welche aus der Zimtrinde hergestellt werden, werden meist mit dem englischen Wort „Cinnamon Bark“ gekennzeichnet. In weiterer Folge widme ich mich in dieser Ausgabe dem ätherischen Öl aus der Zimtrinde, welches hellgelb in seiner Farbe ist.

Wie riecht Zimt?

Das Cinnamon Bark Öl duftet süß, warm würzig und zählt zu den warmen Herznoten.

Wirkung

Zimtöl ist ein feuriges, vitalisierendes und wärmendes ätherisches Öl, welches ausgesprochen stark erwärmend und stärkend auf den Körper wie auch unsere Seele wirkt. Seit der Antike ist die stark antiseptische und schmerzstillende Wirkung auf unseren Körper bekannt und gerne genutzt. Im Buch „De Materia Medica“ vom griechischen Arzt Pedanios Dioskurides zur Zeit von Kaiser Nero finden sich viele Rezepte zur Behandlung von Erkältungskrankheiten und Muskelverhärtungen. Im Ayurveda gilt Zimt als Stärkung von Agni, dem Verdauungsfeuers. Hier wird es als stark erhitzend beschrieben, dass die Durchblutung fördert und die Harnausscheidung wie auch den Kreislauf anregt.

Ich bezeichne Zimtrindenöl gerne als das „aktive Öl“, denn es enthält bis zu fünfundsiebzig Prozent „Zimtaldehyde“. Diese gehören zu den mitunter stärksten und wirkungsvollsten Inhaltsstoffen, welche in der Anwendung mit Vorsicht zu genießen sind. Sie können Haut und Schleimhäute stark reizen und so ist eine achtsame Dosierung hier wirklich wichtig. Eine maximal einprozentige Lösung zeigte in der Vergangenheit keine Schwierigkeiten. Genaue Dosierungsanleitungen für eine sichere und sinnvolle Anwendung findest du im Aromapflege-leicht-gemacht Onlinekurs. Neben den tollen

Körperlichen Wirkungen

die übrigens auch bestens als aromatische Anwendung zur Vorbeugung von Erkältungserkrankungen eingesetzt werden können, eignet sich Zimtöl auch sehr gut mit den

Psychische Wirkungen

überall da wo es um „Seelisches Frösteln“ geht. So habe ich häufig die Erfahrung machen dürfen, dass bei extremen Stressbelastungen der Duft von Zimtrinde auch im Sommer sehr unterstützend sein kann. Es wirkt auf unsere Psyche anregend, belebend und stärkend. So ist es ein Must-have in Mischungen welche für Menschen mit Energie-Mangel bis hin zum Burn-out, beim Fatigue-Syndrom und in der Rekonvaleszenz gerichtet werden.

Zimt erinnert an Kindheitstage und weckt in uns eine Sehnsucht nach Geborgenheit. Die feurige und wärmende Duftnote vermittelt ein intensives Gefühl von Geborgenheit, vor allem dann, wenn das Leben im Außen sehr stürmisch verläuft. Eine Freundin beschrieb Zimt wie folgt: „Mit dem Duft von Zimt fühle ich mich wie ein kleines Kind, wenn ich kuschelnd aum Schoss meiner Mutter sass.“ Viel treffender kann die psychische Wirkung von Zimt wohl kaum beschrieben werden.

Zimtöl mit seinen intensiven Wirkungweisen gehört zu den Startölen für ein „duftes Gehirnjogging“. Dieses Spezialtraining schenke ich dir zurzeit bei jedem gebuchten Kurs dazu, um auch dir die Möglichkeit zu geben: Wie du Riechtraining für deine geistige Leistungsfähigkeit nutzen kannst!

Anwendungsformen

Aromaküche

Zimtstangen gibt es bei mir zuhause in Hülle und Fülle.

Ich liebe diesen Duft, wenn die Küche nach Nelkenknospen, Sternanis und Zimt duftet, um ein heißes Getränk in der kalten Jahreszeit zuzubereiten. Es ist für mich immer ein sinnliches Erlebnis mit diesen Gewürzen zu kochen. Es erinnert mich an meine Kindheit, Kaminfeuer, Schneegestöber, und vor allem an unsere uralte Holzhütte im Mühlviertel einem alten „Troadkoastn“. In ihm verbrachte ich viele gemütliche Stunden. Wenn diese alte Holzhütte endlich warm war, wurde sie zum Inbegriff von einfacher Geborgenheit, die mein Herz immer wieder aufs Neue erfreute.

Welche Erinnerungen verbindest du mit dem Duft von Zimt?

Gewürze wie Zimt sind in der Aromaküche wohl kaum wegzudenken. Es sind die ätherischen Öle der Zimtrinde, die jeden Gaumen erfreuen und das Wohlbefinden stärken wie etwa auch meine Wintermärchenschokolade und Zimteis, die es alle Jahre wieder bei uns zu Weihnachten 🎄 gibt. Übrigens findest du wundervolle Rezepte auch im AromaClub.

Aromatische Anwendungen

Allen voran ist für mich die beste Anwendungsform von Zimtöl die aromatische. Im Aromastone und Diffuser schafft der Duft von Zimtrinde eine angenehme Raumatmosphäre, welche nicht nur gut riecht sondern auch mit ihrer intensiven Wirkung bereits in der Prävention gute Dienste leistet. So kann es auch in Form von Raumsprays in der Luft versprüht werden oder auf natürlichen Dekorationen aufgetragen werden. Der Kreativität kannst du hier freien Lauf lassen…

Vorsicht ist bei Zimtöl geboten!

Die sehr beliebte Duftnote von Zimtöl darf uns nicht darüber hinwegtäuschen, das Zimtöl bei Hautanwendungen äußerst vorsichtig und sparsam zu dosieren ist. Die Inhaltstoffe können die Haut und Schleimhaut reizen und es besteht eine Cave für Kinder und Schwangere, die es hier zu beachten gilt. Zimtöl kann auch in der richtigen Dosierung zu Hautreizungen führen. Immer wieder berichten Menschen mit sensibler Haut über Reizungen. Ein Ellenbeugen Test ist somit auch beim Hausgebrauch unumgänglich. Sichere Anwendungen mit diesem feurigen Öl gehören in die Hand von Fachpersonal, weshalb ich hier keine weiteren Anwendungsformen beschreibe. Wie du sinnvoll und sicher ätherische Öle anwenden kannst, erfährst du in meinem Aromapflege-leicht-gemacht Onlinekurs.

Harmonie der Düfte

Zimtrinde gehört zu den begehrtesten Winterdüften und mischt sich am besten mit Nelkenknospe und den beiden warmen Zitrusölen Mandarine und Orange. Zimtrinde gehört zu den Yin Yangölen und mit diesen drei anderen ätherischen Ölen gemischt erhalten wir eine doppelte Yin Yang – Mischung. Mehr darüber erfährst du im AromaClub wo ich dir aktuell den Videokurs Yin Yang – Öle dazu schenke. Die Zimtrinde ist auch wunderbar geeignet für sinnliche Duftkompositionen. So eignet sie sich gut diese Herznote mit anderen sinnlichen Düften wie Ylang Ylang und Jasmin zu kombinieren. Ideale Basisnoten zum Zimtöl sind Patschuli und Sandelholzöl, welches in antiken Schriften als „Aloe“ bezeichnet wird. Interessanterweise ergibt die warme Zimtrinde auch eine gute Harmonie mit den sommerlichen Zitrusdüften von Grapefruit und Limette. Das Parfum-ABC findest du im Aromapflege leicht gemacht Videokurs.

Zusammenfassung

Der bis zu zwölf Meter hochwachsende immergrüne Zimtbaum (cinnamomum ceylanicum, syn. Cinnamomum verum) gehört zu den Lorbeergewächsen. Seine jungen Blätter leuchten rot und verändern ihre Farbe nach und nach bis ins Dunkelgrüne. Die Zimtrinde ist seit dem Altertum eines der begehrtesten Gewürze. Um die bekannten Zimtstangen zu gewinnen, werden die äußeren Schichten des Zimtbaumes direkt nach der Regenzeit geerntet, in der Sonne getrocknet, wobei diese sich selbständig beidseitig einrollen.

Zimtöle können aus Blättern wie auch der Rinde des Zimtbaumes mittels Wasserdampfdestillation gewonnen werden. Die Inhaltstoffe beider Öle und somit auch die Wirkungen sind sehr unterschiedlich. Für das begehrte ätherische Öl aus Zimtstangen werden in etwa einhundertfünfzig Kilogramm dieser benötigt, um ein Kilogramm hellgelbes Zimtöl zu erhalten.

Das Cinnamon Bark Öl duftet süß, warm würzig und zählt zu den warmen Herznoten.

Es ist ein feuriges, vitalisierendes und wärmendes ätherisches Öl, welches ausgesprochen stark erwärmend und stärkend auf den Körper wie auch unsere Seele wirkt. Seit der Antike ist die stark antiseptische und schmerzstillende Wirkung auf unseren Körper bekannt. Im Ayurveda gilt Zimt als Stärkung von Agni, dem Verdauungsfeuers. Hier wird es als stark erhitzend beschrieben, dass die Durchblutung fördert und die Harnausscheidung wie auch den Kreislauf anregt.

Bis zu fünfundsiebzig Prozent „Zimtaldehyde“ sind im Zimtrindenöl enthalten. Sie gehören zu den mitunter stärksten und wirkungsvollsten Inhaltsstoffen, welche in der Anwendung mit Vorsicht zu genießen sind, da sie Haut und Schleimhäute stark reizen können.

Zimtöl eignet sich gut wo es um „Seelisches Frösteln“ geht wie bei extremen Stressbelastungen. Es wirkt auf unsere Psyche anregend, belebend und stärkend.

Zimt erinnert an Kindheitstage und weckt in uns eine Sehnsucht nach Geborgenheit. Die feurige und wärmende Duftnote vermittelt ein intensives Gefühl von Geborgenheit.

Gewürze wie Zimt sind in der Aromaküche nicht wegzudenken. Es sind die ätherischen Öle der Zimtrinde, die jeden Gaumen erfreuen und das Wohlbefinden.

Die beste Anwendungsform von Zimtöl die aromatische. Sie gehört zu den begehrtesten Winterdüften und mischt sich am besten mit Nelkenknospe und den beiden warmen Zitrusölen Mandarine und Orange.

Meine Top-Anwendung für dich:

„Wintermärchen🎄“

Zimt ist ein wundervoller Duft für die Winterzeit und undenkbar diesen Duft in der Weihnachtszeit ungenutzt zu lassen. Mein Wintermärchenduft ist seit vielen Jahren der ultimative Duft bei uns zuhause in der kalten Jahreszeit. Die pure Essenz nutze ich, um Dekorationen zu beduften. Als Raumspray gerichtet unterstützt er schnell eine gemütliche Stimmung. Besonders gerne besprühe ich damit die Zweige von Adventskränzen und den Weihnachtsbaum. Es ist eine sehr vielfältig einsetzbare Mischung mit hohem Gemütlichkeitsfaktor…

Mische hierfür folgende ätherische Öle:

Du kannst diese Duftkomposition auch in den Diffuser geben und im Raum vernebeln. Einem gemütlichen Abend am Kaminfeuer, wenn es draußen frostig ist, steht nun nichts mehr im Wege.

Dufte Grüße Barbara 🌹

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Barbara Tausch

Autorin Duftgenuss - Nase voll?

Ich bin passionierte Trainerin mit über 30 Jahren Erfahrung in der Aromatherapie. Schon über 2200 Menschen konnte ich erfolgreich dabei helfen, ihr Wohlbefinden zu verbessern.

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