Lavendel – Der Allrounder

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Ätherisches Lavendelöl - Nahaufnahme von einem Lavendelzweig und einer Glasflasche mit dem ätherischen Öl aus Lavendel, auf einem Holztisch.

Kennst du die nationale Duftmarke Englands?

Es ist Lavendelwasser, welches zur Pestzeit nach London kam. Es wurde genutzt um sich gegen die Pest zu parfumieren. Reiche Engländer wuschen sich mit Lavendelwasser die Hände. Noch heute wird Lavendelwasser als die englische Duftmarke bezeichnet. Zwischen den beiden Weltkriegen kam diese Duftnote auch in den deutschsprachigen Raum und wurde hier zum Modeparfum der „Dreißigerjahre“.

Getrockneter Lavendel wurde in der Pestzeit zur Reinigung von Pesthäusern geräuchert. Seine reinigende Wirkung war bereits in der persischen Hochkultur wie auch bei den Griechen und Römern bekannt. in Krankenzimmer wurde Lavendel schon zu dieser Zeit in verschiedenen Weisen verwendet. So wurde Lavendel zu einem traditionellen Räucherwerk der Antike. Vor allem in Zeiten von Epidemien wurde Lavendel intensiv zur täglichen Räucherung eingesetzt. Lavendel wurde auch zur Beduftung in römischen Dampfbädern verwendet. Er galt bei den Römern auch als wohltuender Badezusatz für Körper, Geist und Seele. Aus dieser Zeit stammt auch der Name Lavendel. In lateinischer Sprache heisst „lavare“ waschen.

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Lavendel: Alles über die Pflanze, sein ätherisches Öl und die Wirkung.

Die Pflanze

Der echte Lavendel (lavendula angustifolia syn. Lavendula vera) ist eine immergrüne, buschige Staude, welche bis zu einhunderfünfzig Zentimeter Wuchshöhe hat. Echter Lavendel blüht von Juni bis August dunkelviolett. Er liebt kalkhaltige und nährstoffarme Böden. Vor allem mag er keine Stauhnässe. Je sonniger sein Standort, desto wohler fühlt sich der Lavendel.

Wann wird Lavendel geerntet?

Die beste Erntezeit für Lavendel ist von Ende Juni bis Anfang August. Die blühenden Rispen vom echten Lavendel können frühestens im zweiten, oftmals erst im vierten Jahr geerntet werden.

Wann wird Lavendel geschnitten?

Hier ist es wichtig zu unterscheiden, ob der Strauchschnitt gemeint ist, welcher der Pflanze gilt, oder der Ernteschnitt.

Der Strauchschnitt um dem Lavendel seine optische Form zu geben oder diesen zu „Verjüngen“ findet im Frühjahr nach dem letzten Frost und vor dem Austreiben statt. Da Lavendel sehr leicht „verschnitten“ werden kann, empfiehlt es sich hierzu einschlägige Literatur nachzulesen. Eines der schönsten und informativsten Bücher über Lavendel ist für mich: „The lavender lover´s handbook“ von Sarah Berringer Bader.

Der Ernteschnitt findet zur BlĂĽtezeit statt.

Wie kann ich Lavendel trocknen?

Die blühenden Lavendelrispen werden mit dem Stiel abgeschnitten. Nun werden sie gebündelt, mit einem Band versorgt und kopfüber im Dunkeln aufgehängt. Die Lavendelbüschchen sollten eher klein sein und nicht zu dicht aneinander aufgehängt werden. So können sie gut trocknen. Nach einer Woche sind diese Lavendelbündel gut durchgetrocknet und die Lavendelblüten können nun leicht vom Blütenkopf getrennt werden. Diese können dann zu Lavendelkissen, Lavendelsäckchen, Lavendelblütentee und anderen Lavendelprodukten weiterverarbeitet werden.

Lavendel (lavendula angustifolia syn. Lavendula vera) Pflanzen. Ein schönes Lavendelfeld in der Provence, während dem späteren Nachmittag.

Herstellung des ätherischen Öles vom echten Lavendel

Die frischgeschnittenen Blütenrispen vom echten Lavendel werden in der Destille wasserdampfdestilliert. Für einen Liter ätherisches Öl werden zirka einhundertzwanzig bis einhundertfünfzig Kilogramm blühende Lavendelrispen benötigt. Echter Lavendel ist jene Lavendelsorte, welche am meisten Blütenrispen für einen Liter ätherisches Öl benötigt. Das so gewonnene ätherische Öl ist in der Farbe klar bis gelb-grünlich. Sein Duftcharakter ist balsamisch-süß mit einer würzigen Blütennote. Dieses stark duftende ätherische Öl hat auch eine holzige Basisnote. Die Duftnote unterscheidet sich mit den anderen Lavendelarten wie Lavandin. Diesen fehlt es an der typischen Lavendelnote.

Ist Lavendelöl selber machen eine Option?

Viele Menschen haben Lavendel in ihren Gärten angepflanzt. Sie sind eine Bienenweide und halten nebenbei Ungeziefer fern.

Oftmals werde ich gefragt ob man daraus Lavendelöl herstellen könnte. Das ätherische Lavendel-Öl wird schonend wasserdampfdestilliert um die gewünschten Inhaltsstoffe aus dem begehrten echten Lavendel gewinnen zu können. Neben einer grossen Destille, ist hierzu eine gewisse Grundmenge an Lavendel notwendig um die beste Qualität erhalten zu können.

Ein Auszug aus dem Lavendel (Mazerat) und Lavendelwasser kann jedoch auf einfache Art und Weise mit dem eigenen Gartenlavendel gut selbst hergestellt werden.

Qualitätsmerkmale Lavendelöl

Lavendelöl ist nicht gleich Lavendelöl. Es gibt etwas über dreißig Lavendelgattungen dieser Lippenblütlergewächse. Vier verschiedene Sorten Lavendel werden im Handel als ätherisches Öl angeboten.

  • Echtes Lavendelöl – Lavendula angustifolia (Lavendula vera)
  • Lavandinöl – Lavendula burnati
  • Schopflavendelöl – Lavendula stoechas
  • Speikilavendelöl – Lavendula latifolia L. (Lavendula spica)

Das echte Lavendelöl wird aus kultivierten Pflanzen in eher niedriger Höhenlage oder als Wildpflückung in höheren Regionen gewonnen. Gerne werden diese beiden Sorten als Lavendel fein und Lavendel extra unterschieden.

Was macht den Unterschied aus?

Die beste Qualität vom ätherischen Lavendelöl wird als Lavendel „extra“ bezeichnet. Dieser Lavendel wächst in sehr hohen Gebirgslagen. Je höher die Region, desto mehr Ester enthält Lavendelöl. Diese Esterverbindung ist die begehrte Leitsubstanz „Linalylacetat“, welche diese besondere Qualität ausmacht.

Weiters gilt es beim Kauf von Lavendelöl auf gute Qualität zu achten. Oftmals wird echtes Lavendelöl mit Lavandinöl oder Rosmarinöl gestreckt. Auch Verfälschungen mit einer Zugabe von synthetischen Esterverbindungen sind im Handel häufig zu finden. Es ist wichtig, dass auf eine gute Qualität beim Einkauf geachtet wird. Vor allem in der angewandten Aromapflege ist dies von großer Bedeutung.

Lavendel-Ă–l Wirkung

Echtes Lavendelöl ist bekannt für sein grosses Wirkungsspektrum. Er gehört zu den am meisten untersuchten ätherischen Ölen auf seine Wirkungen. Studien über körperliche wie auch psychische Wirkungen des echten Lavendelöls gibt es sehr viele. Wie genau Lavandel wirkt und vor allem, wie du echtes Lavandelöl anwenden kannst, erfährst du in meinem Beitrag „Lavandel: Seine Wirkung und seine vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten“. In diesem Beitrag gehe ich auf die körperliche und psychische Wirkung ein und erkläre, warum Lavendel der Allrounder ist.

Ätherisches Lavendelöl - Nahaufnahme von einem Lavendelzweig und einer Glasflasche mit dem ätherischen Öl aus Lavendel, auf einem Holztisch.

Zusammenfassung

Der echte Lavendel (lavendula angustifolia syn. Lavendula vera) ist eine immergrüne, buschige Staude, welche bis zu einhunderfünfzig Zentimeter Wuchshöhe hat. Er liebt kalkhaltige und nährstoffarme Böden und die Sonne. Echter Lavendel blüht von Juni bis August dunkelviolett. Die frischgeschnittenen Blütenrispen vom echten Lavendel werden in der Destille wasserdampfdestilliert. Das ätherische Öl ist in der Farbe klar bis gelb-grünlich. Sein Duftcharakter ist balsamisch-süß mit einer würzigen Blütennote. Dieses stark duftende ätherische Öl hat auch eine holzige Basisnote. Die Duftnote unterscheidet sich mit den anderen Lavendelarten. Diesen fehlt es an der typischen Lavendelnote.

Wenn du Lavendel trocknen möchtest schneide die blühenden Lavendelrispen mit dem Stiel ab. Nun werden sie gebündelt, mit einem Band versorgt und kopfüber im Dunkeln aufgehängt. Nach einer Woche sind diese Lavendelbündel gut durchgetrocknet und die Lavendelblüten können nun leicht vom Blütenkopf getrennt und weiterverarbeitet werden.

Ein Auszug aus dem Lavendel (Mazerat) und Lavendelwasser auf einfache Art und Weise mit dem eigenen Gartenlavendel gut selbst hergestellt werden. Lavendelwasser kann auch einfach selbst hergestellt werden. Passende Rezepturen erfährst du in meinen Onlinekursen wie dem AromaClub oder „Aromapflege leicht gemacht“.

Lavendelöl ist nicht gleich Lavendelöl. Vier verschiedene Sorten Lavendel werden im Handel als ätherisches Öl angeboten.

  • Echtes Lavendelöl – Lavendula angustifolia (Lavendula vera)
  • Lavandinöl – Lavendula burnati
  • Schopflavendelöl – Lavendula stoechas
  • Speikilavendelöl – Lavendula latifolia L. (Lavendula spica)

Die beste Qualität vom echten ätherischen Lavendelöl wird als Lavendel „extra“ bezeichnet. Dieser Lavendel wächst in sehr hohen Gebirgslagen. Je höher die Region, desto mehr Ester enthält Lavendelöl und die begehrte Leitsubstanz „Linalylacetat“ erhöht sich.

Weiters gilt es beim Kauf von Lavendelöl auf gute Qualität zu achten. Gestrecktes Lavendelöl mit Lavandinöl oder Rosmarinöl und Verfälschungen mit einer Zugabe von synthetischen Esterverbindungen sind im Handel häufig zu finden.

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Barbara Tausch

Autorin Duftgenuss - Nase voll?

Ich bin passionierte Trainerin mit ĂĽber 30 Jahren Erfahrung in der Aromatherapie. Schon ĂĽber 2200 Menschen konnte ich erfolgreich dabei helfen, ihr Wohlbefinden zu verbessern.

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