Rosenhydrolat – Rosenwasser – das duftende Blütenwasser

Rosenblüten schwimmen auf dem Wasser auf einem rosafarbigen Hintergrund als Sinnbild für das Rosenhydrolat oder Rosenwasser.

Die Rose – die Königin der Blumen.

Der Duft, der die Herzen öffnet.

Die Rose, der Inbegriff von Schönheit und Harmonie.

Die lange Tradition des Gebrauchs der Rose reicht bereits 5000 Jahre zurück, als in Chinas Palästen Rosengärten entstanden. Ein Duft, der die Menschheit seit langem begleitet.

Rosenhydrolat ist das kondensierte Wasser, welches bei der Gewinnung vom ätherischen Öl der Rose durch Wasserdampfdestillation entsteht. Wasser nimmt eine gewisse Anzahl an ätherischen Ölen, welche wasserlöslich sind, auf. Wenn die Sättigung des Wassers erreicht ist, legen sich ätherische Öle an der Wasseroberfläche ab. Das überschüssige Wasser wird als Rosenhydrolat, aromatisches Rosenwasser oder auch als Rosenwasser bezeichnet.

Die Pflanze

Die Rose (Rosa damascena) ist ein Strauch mit rosafarbenen, vollen Blüten. Das Tal der Rosen am Fuße des Balkangebirges in Bulgarien ist das weltweit größte Rosenanbaugebiet. Am Rande des Taurusgebirges in der Türkei liegt das zweitgrößte Anbaugebiet.

Betörender Duft liegt in der Luft, wenn zur Blütezeit im Mai und Juni bei Morgengrauen händisch die einzelnen Blüten über etwa 40 Tage lang geerntet werden.

Herstellung Rosenhydrolat

Als Nebenprodukt bei der Rosendestillation wird das Rosenhydrolat mittels Wasserdampfdestillation hergestellt.

Drei verschiedene Qualitätsstufen zeichnen das Rosenblütenwasser aus.

Rosenwasser in einem Glas mit Rosenblüten die oben aufschwimmen.

Höchste Qualität

Für Premiumqualität wird ein Kilogramm Rosenblüten zu einem Liter Rosenhydrolat verarbeitet. Das so gewonnene Rosenwasser enthält zirka 300mg an ätherischem Öl. Dieses besondere und auch selten erhältliche Öl beeindruckt mit seinem sehr feinen Duft. Es ist eine kostbare Zutat in der Aromaküche. Ein Glas Champagner besprüht mit einem Hub dieses Rosenwassers macht das Getränk zu etwas ganz Besonderem. Ein Luxus, den sich schon die Zaren am russischen Hof gönnten. In der Naturkosmetik gilt diese Premiumqualität ebenso als besonders wertvoll. In Sprühform wird es gerne als duftende Erfrischung für das Gesicht zwischendurch verwendet.

Mittlere Qualität

Diese Qualität ist die Handelsübliche und sie ist ein Nebenprodukt der ätherischen-Öl-Gewinnung. Das hierbei anfallende Hydrolat wird bis zum Abschluss von einem Destillationsverfahren für jeden Durchlauf wieder für verwendet. Je nach Anzahl der Durchläufe enthält dieses Rosenwasser pro Liter zirka 100 bis 150g ätherisches Rosenöl.

Niedrige Qualtität

Das Rosenwasser der mittleren Qualität wird in einem weiteren Destillationszyklus nochmals verwendet. Da das Hydrolat in der Zwischenzeit abgekühlt ist und nun wieder erwärmt wird, ist beim Abschluss dieses Verfahrens nur noch wenige ätherische Öle im Rosenwasser. Der Grund dafür ist, dass ätherische Öle stark flüchtig sind. Auch diese Qualität wird im Verkauf angeboten und zudem gerne auch von den Rosenbauern zum Bewässern der Felder verwendet.

Wie wäre es, wenn auch du dir ganz einfach ein Rosenwasser herstellen könntest?

Es ist ganz einfach und geht auch noch dazu ganz schnell.

Hier zeige ich dir, wie es geht.

Rosenhydrolat – Rosenwasser selber machen

Rosenwasser in einer Flasche mit zwei Rosen im Hintergrund. Eiine Anleitung um Rosenhydrolat selber herstellen und zu machen.

Rosenwasser wird sehr gerne in der Aromaküche und in der Naturkosmetik genutzt. Es selbst herzustellen ist leichter als gedacht. Duftende Rosenblätter finden sich in der warmen Sommerzeit im eigenen Garten oder beim Spaziergang am Wegesrand. Schnell sind ein paar duftende Rosenblüten gepflückt und schon geht es ab in die Aromaküche.

Zeitaufwand 15 Minuten

Duftende Rosenblüten

Pflücke duftende Rosenblüten am besten am Morgen. Zu dieser Tageszeit geerntete Blüten sind noch nicht „verduftet“.

Vorbereitung zur Destillation

Es werden nur die frischen Blütenblätter für die Destillation verwendet. Sollten diese einen am Ansatz einen weißen, härteren „Kern“ haben, schneide diesen bitte mit einer Schere weg. Er kann Rosenwasser bitter machen.
Sollten die Rosenblätter staubig von der Straße sein, dann wasche sie in einem Sieb kurz sanft durch und lasse das Wasser gut abtropfen.

Destillation

Fülle Wasser in den unteren Behälter des Espressokochers und gebe die Rosenblüten in den Siebträger des Espressokochers, dort wo normalerweise der Kaffee hineingegeben wird. Setze den Siebträger ein und schraube den oberen Teil an den unteren Teil des Espressokochers. Nun stelle den Espressokocher auf die Herdplatte und „koche“ dein Rosenwasser wie du einen Espresso kochen würdest. Das Wasser dampft so durch die Blüten und füllt sich im oberen Bereich des Espressokochers mit Rosenwasser. Hast du genügend Rosenblüten zur Hand und wünscht du dir ein intensiveres Wasser, kannst du diesen Vorgang mehrmals wiederholen. Dabei gelangt das Rosenwasser in den unteren Wasserbereich, der Siebträger wird geleert und mit frischen Rosenblüten gefüllt und der Kochvorgang startet von vorne.

Gebinde

Nach dem letzten „Kochvorgang“ lässt du das so gewonnene Rosenhydrolat abkühlen und füllst es in ein für dich passendes sauberes Gebinde. Ich bevorzuge hier Sprühflaschen.

Haltbarkeit

Je öfters du den Vorgang wiederholst (maximal zwölf Mal) desto länger ist aus meiner Erfahrung die Haltbarkeit. Diese liegt ungefähr bei drei Monaten.

Werkzeuge:

  • Espressokocher aus Edelstahl, welcher bisher nicht zum Kaffeekochen genutzt wurde
  • Gefäß zum Sammeln der Blüten
  • Schere
  • Sieb

Materialien: duftende frische Rosenblüten Wasser

Haltbarkeit

Erzeugnisse aus dem Handel je nach Qualität halten bis zu zwei Jahren. Die Haltbarkeit von Selbstgemachten beginnen bei einer Woche, ist je nach Rezeptur aber unterschiedlich. Eine lichtgeschützte Flasche und eine kühle Lagerung können die Haltbarkeit verlängern.

Bei grossen Gebinden empfiehlt sich das Abfüllen in eine kleine Sprühflasche. So kommt weniger Sauerstoff durch ständiges Öffnen dazu und die Flasche kann gut im Gemüsefach des Kühlschrankes oder in einem kühlen Kellerabteil zwischengelagert werden.

Wirkung

Mit über 400 chemischen Verbindungen ist das ätherische Öl der Rose eines der am mannigfaltigsten. Da im Rosenhydrolat diese Verbindungen in kleineren Mengen ebenso vorhanden sind, ist es nicht verwunderlich, dass gerade dieses Blütenwasser so sehr geschätzt wird.

Normalerweise unterscheidet sich das Hydrolat erheblich vom ätherischen Öl. Nicht wasserlösliche Substanzen sind im Blütenwasser nicht enthalten. Das ätherische Öl der Rose hat einen Monoterpenolanteil von circa 65 bis 75 % und diese chemischen Verbindungen sind wasserlöslich. Des weiteren sind es auch jene Substanzen, welche aufgrund des Duftes so gewünscht sind und sind aufgrund ihres hydrophilen Charakters somit auch im Rosenwasser enthalten. Sie gehören ebenso zu den verträglichsten Inhaltstoffen.

Körperliche Wirkung

Die enthaltenen Immunmodulatoren im Rosenhydrolat schützen uns gut gegen Stressfaktoren. In weiterer Folge können sie harmonisierend auf den Hormonhaushalt und das Herz-Kreislaufsystem wirken. Sie fördern die Reparaturmechanismen der Hautzellen und wirken so hautpflegend.

Psychische Wirkung

Die Leitsubstanzen Geraniol und Citronellol des ätherischen Öles der Rose, die auch zu grossen Anteilen im Rosenwasser enthalten sind, wirken erdend und körperlich ausgleichend. Sie unterstützen den Menschen sich besser an Veränderungen anzupassen. Der Duft von Rosenblütenwasser unterstützt dabei den Menschen in Balance zu bringen.

Anwendungsmöglichkeiten

Rosenwasser in der Aromaküche verfeinert so manches Dessert auf besondere Weise. Ein Beispiel hierfür ist gekochter Milchreis in Rosenwasser, eine orientalische Spezialität. Getränke mit Rosenwasser bekommen durch dieses eine besondere Duft- und Geschmacksnote.

Eine aromatische Anwendung wie mittels eines Ultraschallverneblers verströmt einen besonders sanften und sinnlichen Duft. Heute wird in vielen Parfums Rosenwasser verwendet, um dem Duft mehr Leichtigkeit zu geben. Neben dem günstigen Herstellungspreis verleiht es dem Parfum eine frische, fröhliche, blumige Note und eignet sich daher gut für Tagesparfums.

Von der empfindlichen Babyhaut, über trockene und reife Haut, bis hin zu Pergamenthaut im hohen Alter, ist Rosenhydrolat ein gern gesehenes feuchtigkeitsregulierendes Hautpflegeprodukt. Es eignet sich für sensible und trockene Gesichtshaut zur Reinigung oder um dem Gesicht ein Gefühl von Frische zu geben, indem es zwischendurch im Gesicht oder auf anderen Körperpartien versprüht wird. Ganz nebenbei wird die Haut gepflegt.

Kennst du nebenbei schon „Borri Borri„? Die traditionelle Salbe aus Indonesien wird in der indonesischen Volksmedizin oft auch bei Hauterkrankungen angewendet und ist anders als das Rosenhydrolat, auf „Ylang Ylang„-Basis.

Frauen schätzen das Rosenwasser für ihre Intimpflege vor allem nach einer Entbindung oder bei weiblichen Beschwerden im Genitalbereich.

Rosenhydrolat bietet sich zudem gut als Emulgator für ätherische Öle an.

Zusammenfassung

Die Rose – die Königin der Blumen

Rosenhydrolat ist das kondensierte Wasser, welches bei der Gewinnung vom ätherischen Öl der Rose durch Wasserdampfdestillation entsteht. Dieses Wasser wird als Rosenhydrolat, aromatisches Rosenwasser oder auch als Rosenwasser bezeichnet.

Beliebt in der Aromaküche, als Duftnote in Parfums und in Körpersprays ist es ebenfalls feuchtigkeitsspendend für und pflegend für alle Hauttypen. Es ist das wohl am vielseitigsten einsetzbare Blütenwasser.

Einfach in der Handhabung ist es ein Must-have aus der Naturkosmetik für jeden Menschen.

Meine Top-Anwendung für dich:

Die schönste Pause für die Augen

Rosenhydrolat auf ein Wattepad gesprüht und sanft auf die geschlossenen Augenlider legen. Eine wahre Wohltat nach einem langen Arbeitstag am PC. Diese Pause macht auch das Reisen angenehmer. Klimaanlagen und angestrengtes Sehen wie beim Autofahren reizen unsere Augen. Genieße auch hier diese Wohltat.

Ein kleiner Rosenhydrolatspray gehört einfach in jede Handtasche und schon kannst du dir dein Leben erleichtern.

Dufte Grüße

Barbara

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Barbara Tausch

Autorin Duftgenuss - Nase voll?

Ich bin passionierte Trainerin mit über 30 Jahren Erfahrung in der Aromatherapie. Schon über 2200 Menschen konnte ich erfolgreich dabei helfen, ihr Wohlbefinden zu verbessern.

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